Online-Selbstcheck für akustische Instrumente
Klavier stimmen nötig? Kostenloser Online-Test per Mikrofon
Sechs Töne reichen für eine vorsichtige erste Einschätzung: Prüfen Sie direkt im Browser, ob Ihr Klavier oder Flügel Anzeichen einer Verstimmung zeigt. Ehrlich, kostenlos und ohne Audio-Upload.
Kostenlos · privat · ohne Audio-Upload
Jetzt Klavier-Stimmung prüfen
Der geführte Check dauert etwa zwei bis drei Minuten. Ihre Töne werden nur in diesem Browser ausgewertet und weder aufgenommen noch gespeichert.
- Ruhiger Raum: Fenster schließen und andere Geräuschquellen kurz ausschalten.
- Kein Pedal: Gerät etwa 30–60 cm mittig vor das Klavier oder den Flügel legen.
- Einzelne Töne: Die angezeigte Taste einmal mittellaut anschlagen und ausklingen lassen.
Erst der folgende Klick fragt nach dem Mikrofon. Es werden keine Audiodaten übertragen.
Ton 1 von 6
C4mittleres C
Ergebnis
Ihre Einschätzung
Der Test ist eine Stichprobe und ersetzt keine fachliche Prüfung von Chorreinheit, Spreizung, Intonation, Mechanik oder Stimmhaltung.
Mikrofon-Test nicht verfügbar
So prüfen Sie Ihr Klavier trotzdem
Das Mikrofon konnte nicht verwendet werden.
- Spielen Sie einen Ton in der mittleren Lage und achten Sie auf ein hörbares Wabern.
- Spielen Sie dasselbe C in zwei benachbarten Oktaven. Beide Töne sollten ruhig zusammenklingen.
- Ist die letzte Stimmung länger als ein Jahr her oder hören Sie deutliche Auffälligkeiten, ist eine Prüfung sinnvoll.
Muss mein Klavier gestimmt werden?
Ein Klavier verstimmt sich langsam. Deshalb fällt vielen Menschen zunächst nur auf, dass Akkorde unruhiger, Oktaven weniger klar oder einzelne Töne auffällig klingen. Auch wenn Sie diese Veränderung noch nicht sicher hören, kann eine Messung der mittleren Lage Hinweise auf die allgemeine Tonhöhe und ungleichmäßige Abweichungen geben.
Der Online-Test prüft sechs ausgewählte weiße Tasten. Er gibt bewusst keine Anleitung zum Selbststimmen, sondern beantwortet die praktischere Frage: Wirkt die Stichprobe unauffällig, ist das Ergebnis unklar oder sollte ein Fachmann das Instrument prüfen?
Wie erkennt der Mikrofon-Test ein verstimmtes Klavier?
Nach Ihrer Freigabe verarbeitet der Browser kurze Tonfenster des Mikrofons. Er schätzt Grundfrequenz, Messstabilität und das Verhältnis der sechs Töne zueinander. Der Anschlag wird nicht bewertet; entscheidend ist der stabilere Teil des ausklingenden Tons.
Das Ergebnis entsteht nicht aus einem einzelnen A mit 440 Hertz. Akustische Klaviere werden wegen ihrer Bauart gespreizt gestimmt und können auch auf eine leicht andere Kammertonhöhe eingerichtet sein. Deshalb bewertet der Test ein Muster im mittleren Register und verbindet es mit dem Zeitpunkt der letzten Stimmung sowie Ihrem Höreindruck.
Was der Stimmungstest nicht beurteilen kann
Ein Gerätemikrofon kann keine vollständige Klavierstimmung diagnostizieren. Chorreinheit, individuelle Spreizung, Inharmonizität, Stimmhaltung, Mechanik und Intonation erfordern das geschulte Ohr und die Prüfung direkt am Instrument. Auch starke Nebengeräusche oder automatische Klangbearbeitung des Smartphones können das Ergebnis beeinflussen.
Darum gibt es neben „wirkt gut gestimmt“ und „Stimmung empfohlen“ ausdrücklich die Stufe „nicht eindeutig“. Eine unklare Messung ist kein schlechtes Ergebnis, sondern die ehrliche Grenze dieses kostenlosen Screenings.
Für Klavier und Flügel – nicht für Digitalpianos
Der Test richtet sich an akustische Klaviere und Flügel mit echten Saiten. Digitalpianos und Keyboards erzeugen ihre Töne elektronisch und müssen nicht gestimmt werden. Bei einem Digitalpiano sprechen falsche Tonhöhen eher für eine Transpositions- oder Systemeinstellung als für eine Klavierstimmung.
Fachlich eingeordnet
Entwickelt mit Erfahrung aus dem Klavierbau
Hans Milde absolvierte seine Ausbildung zum Klavier- und Cembalobauer im Steinwayhaus Karlsruhe und schloss sie 2005 mit Auszeichnung ab. Nach langjähriger Arbeit an Instrumenten in Werkstatt, Außendienst und Konzertbetrieb ist er seit 2012 selbstständig. Diese Erfahrung bestimmt auch die vorsichtigen Grenzen und Empfehlungen des Tests.
Mehr über Hans Milde und seine Ausbildung